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Ratgeber Immobilien

Haus verkaufen: Der komplette Ablauf in 10 Schritten

Von der Bewertung bis zur Schlüsselübergabe: So verkaufen Sie Ihr Haus sicher, zügig und zum bestmöglichen Preis.

3 Min. LesezeitAktualisiert: Oktober 2026Redaktion ImmoXpertGroup

Paar mit Immobilienmakler vor ihrem Haus in Oberschwaben
Das Wichtigste in Kürze

  • Am Anfang steht eine realistische Bewertung. Der Angebotspreis entscheidet über Tempo und Ergebnis.
  • Vollständige Unterlagen und ein gutes Exposé sparen Wochen und schützen vor Preisnachlässen.
  • Prüfen Sie die Finanzierung der Interessenten, bevor Sie zum Notar gehen.
  • Vom Erstgespräch bis zum Notartermin vergehen häufig zwei bis vier Monate.

Ein Hausverkauf ist für die meisten Eigentümer ein einmaliges Projekt mit großer finanzieller Tragweite. Wer gut vorbereitet ist, verkauft schneller, sicherer und meist zu einem besseren Preis. In diesem Ratgeber zeigen wir den kompletten Ablauf in zehn Schritten, so wie wir ihn mit unseren Verkäufern im Landkreis Biberach umsetzen.

Schritt 1: Ziele und Zeitrahmen klären

Wann müssen oder wollen Sie verkaufen? Ziehen Sie in eine neue Immobilie, die bereits finanziert werden muss? Ist die Immobilie vermietet? Gibt es mehrere Eigentümer, etwa eine Erbengemeinschaft? Diese Fragen bestimmen die Strategie und sollten am Anfang stehen.

Schritt 2: Den Wert realistisch ermitteln

Der wichtigste Schritt überhaupt. Ein zu hoher Preis führt dazu, dass die Immobilie lange online steht und am Ende unter Wert verkauft wird. Ein zu niedriger Preis verschenkt Geld. Online-Rechner liefern nur eine grobe Spanne. Verlässlich ist eine Bewertung vor Ort, die Zustand, Modernisierungen und Lage berücksichtigt. Mehr dazu im Ratgeber Immobilie bewerten.

Schritt 3: Unterlagen zusammenstellen

Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Grundrisse, Wohnflächenberechnung und bei Eigentumswohnungen Teilungserklärung und Protokolle: Je früher alles vorliegt, desto reibungsloser läuft der Verkauf. Unsere vollständige Checkliste für den Hausverkauf hilft dabei.

Schritt 4: Immobilie vorbereiten

Aufgeräumte, helle Räume verkaufen sich besser. Kleine Reparaturen, ein gepflegter Garten und neutrale Dekoration wirken oft stärker als teure Renovierungen. Größere Investitionen vor dem Verkauf lohnen sich selten, das sollte im Einzelfall geprüft werden.

Schritt 5: Exposé und Fotos

Der erste Eindruck entsteht online. Professionelle Fotos, ein klarer Grundriss und eine ehrliche, überzeugende Beschreibung entscheiden darüber, ob Interessenten anfragen. Ein 360°-Rundgang hilft zusätzlich, Besichtigungstourismus zu vermeiden.

Schritt 6: Vermarktung

Neben den großen Portalen sind vorgemerkte Kaufinteressenten aus der Region ein starker Vermarktungsweg. Viele Objekte lassen sich so diskret vermitteln, bevor sie öffentlich erscheinen.

Schritt 7: Besichtigungen

Laden Sie nur vorqualifizierte Interessenten ein, die zur Immobilie passen und ihre Finanzierung geklärt haben. Einzeltermine wirken persönlicher, Sammeltermine können bei hoher Nachfrage sinnvoll sein.

Schritt 8: Verhandlung und Finanzierungsnachweis

Verhandeln Sie sachlich und mit Blick auf das Gesamtpaket aus Preis, Übergabetermin und Konditionen. Lassen Sie sich vor dem Notartermin eine Finanzierungsbestätigung der Bank des Käufers vorlegen.

Schritt 9: Kaufvertrag und Notartermin

Der Notar entwirft den Kaufvertrag, beide Seiten erhalten ihn vorab zur Prüfung. Bei Verbrauchern soll der Entwurf in der Regel zwei Wochen vor der Beurkundung vorliegen. Nach der Beurkundung kümmert sich der Notar um die Eintragung einer Auflassungsvormerkung, die Löschung bestehender Grundschulden und die Fälligkeit des Kaufpreises.

Schritt 10: Kaufpreiszahlung und Übergabe

Erst wenn der Kaufpreis eingegangen ist, wird die Immobilie übergeben. Halten Sie Zählerstände und den Zustand in einem Übergabeprotokoll fest und übergeben Sie alle Schlüssel. Danach erfolgt die Umschreibung im Grundbuch.

Gut zu wissen: Prüfen Sie vor dem Verkauf, ob Spekulationssteuer anfallen kann. Mehr dazu im Ratgeber Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf.

Mit oder ohne Makler verkaufen?

Viele Eigentümer unterschätzen den Aufwand: Unterlagen, Anfragen, Besichtigungen, Bonitätsprüfung, Verhandlung, Notar. Ein erfahrener Makler nimmt Ihnen das ab und erzielt durch realistische Preisfindung und gezielte Käuferansprache häufig ein besseres Ergebnis. Was ein Makler kostet, lesen Sie im Ratgeber Maklerprovision. Wie wir vorgehen, zeigen wir auf der Seite Immobilie verkaufen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Vom Erstgespräch bis zum Notartermin vergehen häufig zwei bis vier Monate. Bis zur Übergabe und Kaufpreiszahlung kommen meist noch einige Wochen hinzu.

Was kostet ein Hausverkauf für den Verkäufer?

Je nach Situation können Kosten für Energieausweis, Unterlagen, die Löschung von Grundschulden, eine Vorfälligkeitsentschädigung sowie gegebenenfalls Maklerprovision und Steuern anfallen. Notar- und Grundbuchkosten für den Kaufvertrag trägt üblicherweise der Käufer.

Kann ich ein Haus verkaufen, auf dem noch ein Kredit liegt?

Ja. Die Restschuld wird aus dem Kaufpreis abgelöst. Der Notar koordiniert die Löschung der Grundschuld mit Ihrer Bank.

Wann bekomme ich das Geld aus dem Hausverkauf?

Sobald der Notar die Kaufpreisfälligkeit mitteilt, meist einige Wochen nach der Beurkundung, wenn die Auflassungsvormerkung eingetragen ist und alle Voraussetzungen vorliegen.